Landrat Schmidt annuliert Strausberger Bürgermeisterwahl
24. Februar 2026
Der Landrat von Märkisch-Oderland, Gernot Schmidt (SPD), hat die Bürgermeisterwahl in Strausberg wegen gravierender Unregelmäßigkeiten komplett annulliert. Er hat den ersten Wahlgang vom 15. Februar für ungültig erklärt und die Stichwahl in knapp zwei Wochen abgesagt.
Wegen des Verdachts der Manipulation fordert der SPD-Politiker eine Wiederholung der Wahl. Schmidt richtet seinen Vorwurf direkt an einen der Kandidaten: Patrick Hübner. Das Postfach der Stadt Strausberg, in dem die Wahlunterlagen ankommen, befindet sich in Hübners Rösterei. Schmidt findet es auffällig, dass ein „außergewöhnlich großer Anteil der Wahlbriefe“ nicht den Weg zurück zur Wahlbehörde gefunden habe.
Laut Schmidt wurden über 4.000 Wahlbriefe versandt, aber nur 2.835 kamen zurück. Das sind rund 1.170 weniger, also gut 30 Prozent! Normalerweise kommen nur etwa 10 Prozent der Wahlbriefe nicht oder nicht rechtzeitig zurück. Schmidt sagt: „Von der Einlieferung der Wahlbriefe in das Postfach bis zum Weitertransport zur Stadt Strausberg hatte Herr Hübner die Zugriffsmöglichkeit auf die betreffenden Wahlbriefe.“
Nur Wahlbriefe, die direkt in der Stadtverwaltung abgegeben wurden, seien nicht in Hübners Zugriffsbereich gewesen. Der Staatsschutz und die Staatsanwaltschaft ermitteln, so eine Sprecherin des Landkreises Märkisch-Oderland.
Sehen Sie dazu ein kurzes Statement des AfD-Kreisvorsitzenden Falk Janke: https://youtu.be/vGVPP1IYcp8






