Antwort auf den offenen Brief zur AfD-Veranstaltung an der Hegermühlen-Grundschule

18. September 2024
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Antwort auf den offenen Brief zu AfD-Veranstaltung an der Hegermühlen-Grundschule


Sehr geehrte Damen und Herren,


vielen Dank für Ihr Schreiben und Ihre Bedenken bezüglich der geplanten AfD-Veranstaltung an der Hegermühlen-Grundschule. In einer Demokratie ist es essenziell, politische Auseinandersetzungen mit Bedacht und Respekt zu führen. In diesem Zusammenhang möchte ich auf einige Punkte eingehen:


  1. Respekt vor der Versammlungsfreiheit: Die Entscheidung der Bürgermeisterin, eine ordnungsgemäß beantragte Veranstaltung der AfD zu genehmigen, basiert auf der Achtung der verfassungsmäßigen Versammlungsfreiheit. Diese Grundrechte gelten für alle politischen Parteien, die im Rahmen der demokratischen Ordnung agieren. Es wäre fatal, einer demokratisch legitimierten Partei diese Rechte zu verwehren, unabhängig von individuellen politischen Meinungen.


  1. Neutralität der Lehrkräfte: Schulen sollten neutrale Lernräume bleiben, in denen Kinder die Möglichkeit haben, verschiedene politische Positionen zu hinterfragen und zu verstehen, ohne dass eine bestimmte politische Ideologie von Lehrkräften gefördert wird. Der Aufruf, gegen eine genehmigte Veranstaltung zu protestieren, könnte den Eindruck vermitteln, dass hier eine einseitige politische Haltung eingenommen wird, was im Widerspruch zur gebotenen Neutralität steht.


  1. Vergangenheit als Mahnung: Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass gerade diejenigen, die in der Vergangenheit Verantwortung für Überwachung und Denunziation von Mitbürgern getragen haben, besonders vorsichtig sein sollten, wenn sie andere moralisch bewerten. So kann es als fragwürdig erscheinen, wenn ausgerechnet Personen, deren Vergangenheit von inoffizieller Mitarbeit für die Staatssicherheit der DDR geprägt war, heute den moralischen Zeigefinger heben. Es sollte stets das Prinzip gelten: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.


In diesem Sinne plädiere ich für einen respektvollen und sachlichen Dialog, der sich auf die Grundwerte unserer Demokratie stützt, ohne auf persönliche Angriffe oder ideologische Spaltungen zurückzugreifen.


Mit freundlichen Grüßen 

Erik Pardeik


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